Der Brief mit einer Mi.-Nr. 43a wurde auf einer eingeschriebenen portopflichtigen Dienstsache vom Königlich (Preußisch)en Amtsgericht Suhl in den eigenen Landbestellbezirk nach Albrechts adressiert, das nordwestlich von Suhl liegt. Albrechts gehörte erst seit dem 1.4.1894 zur Stadt Suhl.
Gerichtet war die Dienstsache an das „heilige Aerarium“, was im Ursprung eine alte römische Staatskasse war; hier wohl eine Kirchenkasse.
Das Porto betrug 5 Pf. zuzüglich Einschreibgebühr von 20 Pf. Die Gesamtgebühr wurde korrekt mit 25 Pf. verklebt.
Eine Subhastationssache (siehe Formular) bezeichnet ein historisches Verfahren zur gerichtlichen Zwangsversteigerung von unbeweglichem Vermögen, insbesondere Grundstücken.
Der Begriff setzt sich aus sub (unter) und hastare (mit der Lanze / durch Versteigerung verkaufen) zusammen, was auf die römische Tradition der Versteigerung unter einer Lanze zurückgeht. Im 19. Jahrhundert war dies der übliche Begriff für Zwangsversteigerungen, wie in alten Zeitungsannoncen („Subhastationssache des Gutes…“) dokumentiert ist.


Wolfgang Graf, whc.graf@gmx.de
