Empfangsbestätigung einer Postanweisung


Unscheinbare, aber sehr seltene Versendungsart

Ab dem 1.10.1899 konnten, laut Verfügung vom 18.7.1899, ungestempelte Postanweisungsformulare mit anhängender Postkarte zur Empfangsbestätigung für den deutschen Verkehr, bei den Postämtern erworben werden. Der Preis für 5 Formulare betrug 5 Pfennig.

Die Postbeamten hatten bei der Annahme von solchen Formularen darauf zu achten, dass nicht nur die Postanweisung, sondern auch die anhängende Karte, die Empfangsbestätigung, frankiert war, ansonsten musste die Annahme verweigert werden.

Die anhängende Karte wurde dem Empfänger der Postanweisung überlassen, der diese dann ausgefüllt, als Quittung, an den Absender schicken konnte.

Herrmann Scheiter bestätigt den Empfang von 85 Mark und 24 Pfennigen
per Empfangsbestätigung an den Einzahler Eisemann & Söhne

Solche Karten für die Ausgabe Krone/Adler sind nicht häufig zu finden, mit der Markenausgabe Germania frankiert sind solche fast Massenware.

Dieter Sejak